Archiv: DRSM 2019

7 Doppelsiege

In einer reibungslos verlaufenden Co-Produktion führten die Motorsportfreunde Idstedt und der Automobilclub Nordfriesland zu Pfingsten zwei Veranstaltungen zur Deutschen Slalom Meisterschaft auf dem ehemaligen Flugplatz in Eggebek durch. An beiden Slalomtagen herrschten recht unterschiedliche Bedingungen. Während am Sonntag nur die erste Startgruppe mit einem feuchten Streckenbelag zurechtkommen musste, waren am Montag gleich vier der sechs Startgruppen betroffen. Die Strecke war teilweise richtig nass, entsprechend vorsichtig agierten die Fahrerinnen und Fahrer. Dadurch blieb die Fehlerquote am zweiten Tag absolut gleich: pro Lauf wurden von den Sportwarten jeweils 26 Fehler notiert. Um den straffen Zeitplan einhalten zu können, entschieden die beiden Slalomleiter Holger Haulsen (MSF) und Peter Peters (AC), nur zwei anstatt der geplanten drei Wertungsläufe fahren zu lassen. So konnte auch der Montag-Wettbewerb pünktlich beendet werden.

Die schnellste Laufzeit fuhr an beiden Tagen der Berliner Felix Budzisch auf seinem BMW 330iS. Allerdings blieb der Fahrer aus der Hauptstadt dabei nicht fehlerfrei und musste sich “unterm Strich“ mit den Gesamtplätzen 3 und 4 zufriedengeben. Insgesamt gab es in den elf Fahrzeugklassen sechs Doppelsieger, einen weiteren Doppelsieg konnte ein Fahrzeug für sich verbuchen. Am Sonntag pilotierte Hans-Martin Gass (Kösching) den Audi A3 TFSi  am schnellsten über den Parcours, am Montag war sein Teamkollege Werner Euringer (Ottenbach) auf dem gleichen Fahrzeug erfolgreich. Während sich Gass damit bereits zum sechsten Mal in die Siegerliste eintragen konnte, war es für Euringer der erste Erfolg im hohen Norden.

Ein Vater-Tochter-Duell in der Klasse G5 entschied am Montag Tochter Michelle für sich, nachdem sie und Vater Manfred am Vortag mit einem gebrochenen Zündkabel aufgeben mussten. Das Geschwister-Duell zwischen Tim und Kai Sorgenfrei in der Klasse F 9 entschied zweimal der 3 Jahre jüngere Tim für sich, einmal mit 86/100 Sekunden, auf nasser Strecke dann deutlicher mit 4,13 Sekunden.

Beim Cimbern Slalom verpasste Lokalmatador Carsten Diercks (Tarp) den Sprung unter die top ten nur knapp. Der VW Polo-Pilot wurde mit einem Rückstand von 1,52 Sekunden auf Rang 14 klassiert. Jörg Schweder (Süderhackstedt, BMW) und Sebastian Raudies (Schuby, VW Polo) konnten sich auf den Plätzen 34 und 35 ebenfalls noch in der ersten Hälfte der 77 Starter behaupten. 71 Pilotinnen und Piloten wurden gewertet – 2 Starter fuhren eine Runde zu wenig, weitere 4 mussten mit technischen Problemen aufgeben.

Beim 1. Westküsten Slalom des AC Nordfriesland war der Abstand etwas größer. Sebastian Raudies fehlten auf Platz 19 über 7 Sekunden zu den top ten. Nach über einem Jahr Pause wurde Morten Dau (Flensburg) auf seinem Honda CRX guter 21. Mit Rolf Brodersen (Bergenhusen, BMW) auf Platz 25, Jörg Schweder auf Platz 29 und Carsten Diercks auf Platz 32 konnten sich insgesamt fünf ‚Nordlichter‘ in der ersten Hälfte des 82 Starter großen Feldes platzieren.

Beide Slalomleiter zeigten sich mit der Abwicklung sehr zufrieden. „Trotz der schlechten Witterungsbedingungen war die Zusammenarbeit perfekt, alle Beteiligten haben einen tollen Job gemacht!“ freuten sich Haulsen und Peters.

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